04-06.09.26 Choje Lama – Einweihung in Gönkar (Weißer Mahakala) und Belehrungen
Kursleiter:
Choje Lama Wangchuk
Kurszeiten:
Beginn: Freitag, 04.09.26 um 19 Uhr (Abendessen ab 17:30 Uhr)
Ende: Sonntag, 06.09.26 nach dem Mittagessen
Kosten:
250 € inklusive Unterkunft und Verpflegung
Bei Überweisungen bitte Teilnehmername und Kursnummer (09.01) angeben
Bitte beachten Sie bei Buchungen unsere Allgemeinen Geschäftsbedingungen.
Der Weiße Mahakala, Gönkar, ist eine zornvolle Ausstrahlung des Bodhisattvas Chenrezig, der Verkörperung des Mitgefühls aller Buddhas. Seine mitfühlende Aktivität beseitigt Hindernisse für unsere Praxis, wie z.B. Mangel an Unterstützung, und zieht Reichtum sowohl in materieller als auch in spiritueller Hinsicht an. Sein Einfluß erstreckt sich dabei auf Bereiche wie Familie, materielle Güter, Nahrung, Macht, aber auch Wissen und Spiritualität.
Gerade die jetzige Zeit des Krieges und der Pandemie ist weltweit geprägt von erheblichen materiellen Verlusten und drohendem Nahrungsmangel, Desinformation bzw. der Unfähigkeit, die Informationsflut sinnvoll einzuordnen, einer Machtverschiebung hin zu egoistischen Strömungen und dem gewaltsamen Durchsetzen eigener Interessen, sowie einem Auseinanderbrechen familiärer und freundschaftlicher Beziehungen. All diesen Tendenzen können wir die mitfühlende Aktivität des Weißen Mahakala entgegensetzen und um seine Unterstützung für die Bereinigung der Hindernisse und der Vermehrung lebensfördernder Bedingungen bitten.
Die Praxis des Weißen Mahakala wurde im 11. Jhdt. vom Gründer der Shangpa-Kagyü-Schule Khedrub Khyungpo Naljor von Indien nach Tibet gebracht. Sie ist die hauptsächliche Schützerpraxis der Shangpa-Kagyü-Linie.
Choje Lama Wangchuk Topden wurde 1983 in die Familie von Thrangu Rinpoche in Kathmandu geboren. Im Jahr 2018 wurde im von S.H. Karmapa der Titel “Choje Lama” verliehen, eine Auszeichnung, die nur selten verliehen wird. Im selben Jahr hat S.E. Thrangu Rinpoche ihn zu seinem Körper-, Rede- und Geist-Repräsentanten erklärt. Er ist seither verantwortlich für alle von Thrangu Rinpoche gegründeten Klöster und Dharma Institute sowie für die Schulen und die Klink.
Er besuchte die SMD-Schule für Kinder des Himalaya und verspürte bereits mit 6 Jahren den Wunsch, ordiniert zu werden. Doch erst mit 12 Jahren gaben seine Eltern dem Wunsch nach. Khenpo Ngedon, der dienstälteste Khenpo des Thrangu-Klosters, wurde sein Tutor. Unter seiner Führung erhielt er seine grundlegende buddhistische Ausbildung.
Nach seiner Ausbildung wurde er zum Attendant und Sekretär von S.E. Thrangu Rinpoche ernannt. 2008 absolvierte er ein Dreijahres-Retreat im Thrangu Sekhar Retreatzentrum unter der Führung von S.E. Thrangu Rinpoche und dem Retreatmeister Drupön Rinpoche Khenpo Lhabu. Nach dem Retreat nahm er seine vorherige Aufgabe als Attendant und Sekretär von Thrangu Rinpoche wieder auf. 2015 wurde er zum Vorsitzenden des Namo Buddha Meditations- und Ausbildungszentrum ernannt, das alle Projekte von Thrangu Rinpoche in Nepal leitet.
23-25.10.26 Chöd und das Himmelspforten Phowa
Geführte Chöd-Praxis mit Susanne Schefczyk
Kursleiter:
Susanne Schefczyk
Kurszeiten:
Beginn: Freitag, 23.10.26 um 19 Uhr (Abendessen ab 17:30 Uhr)
Ende: Sonntag, 25.10.26 nach dem Mittagessen
Kosten:
180 Euro inkl. Verpflegung und Übernachtung
Bei Überweisungen bitte Teilnehmername und Kursnummer (10.01) angeben
Bitte beachten Sie bei Buchungen unsere Allgemeinen Geschäftsbedingungen.
Zu beachten:
* Vorherige Erfahrung in der Praxis des Chöd oder allgemein in der Yidam-Praxis des Tibetischen Buddhismus. Bitte bei der Anmeldung angeben
* Bitte nach Möglichkeit eigene Instrumente mitbringen!
Die Chöd-Praxis basiert auf den Prajñaparamita-Lehren des historischen Buddha. Sie wurde im 11. Jahrhundert von der tibetischen Yogini Machig Labdrön geschaffen.
Das Ziel der Chöd-Praxis ist es, die Sicht des eigenen Selbst zu relativieren und es letztendlich als menschliche Interpretation einer Erscheinung des Dharmadhatu wahrzunehmen. Durch diese Erkenntnis reinigt die Chöd-Praxis Karma und dessen Auswirkungen wie Krankheiten und alle anderen Leiden, die aufgrund der Anhaftung an ein Selbst entstehen.
In diesem Kurs lernen die Teilnehmer die komplexe traditionelle Praxis selbst zu praktizieren. Sie stellen sich ihren eigenen Hindernissen, deshalb sollten sie ein gesundes Selbstbewusstsein sowie Vorerfahrung in traditioneller tibetischer Meditation und Powa mitbringen.
Susanne Schefczyk, eine der ersten namhaften deutschsprachigen Übersetzerinnen der Tibetischen Sprache, begann ihre Studien unter Khenpo Tsültrim Gyamtso Rinpoche im Jahr 1980, als sie auch schon begann, die Tibetische Sprache zu unterrichten. Unter Khenpo Rinpoches Führung lehrte sie dann auch Philosophie, Meditation sowie Tibetische Körperübungen.
Von 1988 bis 1997 arbeitete sie als Übersetzerin und Lehrerin am Marpa Institute for Translators in Kathmandu, Nepal. Gleichzeitig wirkte sie dort für vier Jahre als Programm-Koordinatorin und als Sekretärin des Instituts. Sie begleitete Rinpoche des öfteren als Übersetzerin nach Malaysia, Singapur, Hongkong und Taiwan, sowie 1993 auf seiner Welttour. Wann immer möglich verbrachte sie ihre Zeit im Retreat in Yölmo Khang, einem Milarepa Ort in den Bergen, in dessen Umgebung Khenpo Rinpoche mehrere Retreatplätze hatte, und fungierte dort auch als Ansprechpartnerin für neu ankommende Retreatler, die sich in die Herausforderungen des Retreatlebens in dieser abgelegenen Region einfinden mussten.
1997 kehrte sie nach Deutschland zurück, wo sie weiterhin als Übersetzerin und Dolmetscherin für viele Meister der Kagyü- und Nyingma-Linie tätig war, wie Khenpo Tsültrim Gyamtso Rinpoche, Tenga Rinpoche, Thrangu Rinpoche und Gangteng Tulku Rinpoche, für die sie jeweils auch Bücher veröffentlichte. Daneben übersetzte sie auch für viele große Meister der Drikung Kagyü Linie. Außerdem lehrte sie an den Universitäten von Hamburg und Kiel, in Dharmazentren und im Bereich des Hospiz-Trainings. Sie gilt als eine Expertin für die Praxis des Chöd – des Abschneidens der Anhaftung an ein Selbst.
26.12.26-01.01.27 Amitabha Retreat mit Bardo-Puja
Praxis der Sadhana mit täglichem Ganachakra- (Tsog-) Fest; Bardo-Puja und glückverheißendem Riwosang an Neujahr
Kursleiter:
Lama Kunga
Kurszeiten:
Beginn: Samstag, 26.12.2026 um 19 Uhr (Abendessen ab 17:30 Uhr)
Ende: Freitag, 01.01.2027 nach dem Mittagessen
Kosten:
250 Euro inkl. Verpflegung und Übernachtung
Bei Überweisungen bitte Teilnehmername und Kursnummer (12.01) angeben
Bitte beachten Sie bei Buchungen unsere Allgemeinen Geschäftsbedingungen.
Die Praxis des Buddha Amitabha ist im Mahayana- und Vajrayana-Buddhismus weit verbreitet. Der Grund dafür ist, dass der Reine Bereich von Buddha Amitabha, Sukhavati oder Dewachen, am einfachsten von allen Reinen Bereichen zu erlangen ist. Deshalb wird diese Praxis besonders als Vorbereitung auf den eigenen Tod oder als Unterstützung für bereits Gestorbene durchgeführt. Durch die kontinuierliche Verbindung zu Buddha Amitabha durch Wunschgebete und Praxis wird sein Reiner Bereich schon in diesem Leben erfahrbar und gibt uns Vertrauen und Sicherheit im Moment unseres eigenen Todes.
Neben einem täglichen Ganachakrafest (tib. Tsog) werden wir eine Bardopuja für Verstorbene praktizieren, die helfen soll ihr Karma zu reinigen und sie in den Reinen Bereich zu überführen.
Diejenigen von uns, die jemanden verloren haben, der ihnen lieb war, können ihm oder ihr den positiven Gewinn dieser Klausur widmen – wie auch allen anderen Wesen.
Wenn ihr uns die Namen von Verstorbenen schickt, nehmen wir sie in die Praxis mit auf. Bilder können per Email geschickt werden und werden dann zusätzlich in unserem Amitabha-Häuschen aufgehängt, wo täglich ein Lichtopfer durchgeführt wird.




